Biomechanische Stimulation und ihre Wirkung auf das NervensystemBei der Reizung der Rezeptoren im neuromuskulären System gelangen Informationen aus der Peripherie über die sensorischen Bahnen in das ZNS. Die Reizung dieser Nerven erfolgt an ihren Enden, den Mechanorezeptoren. Es handelt sich um feine Enden von Nervenverästelungen ohne Hülle, die eine oder mehrere Muskelfasern spiralförmig umwinden. Mechanorezeptoren (auch Propriorezeptoren genannt) liefern kinästhetische Informationen (Gefühl für Position, Bewegung und Belastung). Es gibt sie in Muskeln, Fascien, Sehnen und Bindegewebe, das praktisch in allen Organen vorhanden ist.
Bei gesunden MuskelnMuskelfasern vibrieren ständig mit unterschiedlicher Frequenz (Tremor). Diese Bewegungen erzeugen an den Sehnen einen Schwingungsprozess mit einem breiten Frequenzbereich der auch im völligen Ruhezustand nachweisbar ist (physiologischer Tremor). Bei höchster Muskelanspannung entstehen für wenige Sekunden regelmäßige Schwingungen: der Aktivitätstremor, die sichtbar werdende Blutpumpfunktion der Muskulatur. Die Innervation (Anspannung) erfolgt bewusst vom Gehirn aus. Willentliche Anspannung oder Dehnung der Muskulatur bewirken einen Reiz der Rezeptoren, die diesen über die Nervenbahnen an das ZNS weiterleiten.
Bei pathologisch veränderten Muskeln,einer Lähmung oder Spastik ist dieser Ablauf gestört. Der Reiz (Befehl) geht vom Gehirn aus, kann aber aufgrund der Störung nicht oder nur teilweise ausgeführt werden.
Wirkung auf das Kreislauf- und Lymphsystem
Wirkung auf die BeweglichkeitUntersuchungen der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt/Main zeigten, dass es bei einer Anwendungsdauer von 3 x 2 Minuten mit jeweils 2 Minuten Pause zwischen den Serien zu einer spontanen Erhöhung der Beweglichkeit in beträchtlichem Ausmaß von 10 bis 15% der Muskellänge kommt. Diese Segmentlängenveränderung ist bei einmaliger Anwendung reversibel und hält ca. 30 Minuten an.
Neurophysiologisch ist der Zugewinn an Flexibilität zu erklären, da es zu einer Stimulation des Golgi-Sehnenorgans kommt. Die Aktivierung des Golgi-Sehnenorgans bewirkt eine reflektorische Hemmung der Muskelkontraktion. Bei der BMS wird das Golgi-Sehnenorgan mit einer bestimmten Frequenz erregt, gleichzeitig wird der Muskel gegen diese Hemmung gedehnt und wieder entspannt. Außer im Medizin- und Sportbereich führt die BMS auch in der Kosmetik zu hervorragenden Erfolgen. In allen Bereichen bewirkt sie eine sofortige, starke Revitalisierung des gesamten Körpers. Nach Auswertung der durchgeführten BMS- Therapieformen übertrafen die Erfolge die Erwartungen um ein Vielfaches. Somit wurden die Veröffentlichungen (z. B. von der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt/Main, Institut für Sportwissen) mehr als nur bestätigt. |