Biomechanische Stimulation - eine Methode für

  • Prävention
  • Rehabilitation
  • Regeneration.

Ursprünglich wurde sie in Russland für das Sport-Training und der Sportmedizin entwickelt. 1990 wurde die Biomechanische Stimulation auch im Westen bekannt. Hier wird sie in erster Linie im medizinischen Bereich, aber auch im Sport und in der Kosmetik angewandt.

Die Idee

der Biomechanischen Stimulation beruht auf der mechanischen Imitation des physiologischen Tremors. Es kommt dadurch zu einer verstärkenden sinusförmigen Fremdsimulation der angespannten oder gedehnten Muskulatur, die zu einer Längsvibration der Muskelfasern führt, das heißt in die Richtung in der die normale Muskelkontraktion vor sich geht. Dies fördert einen intensiven Reiz der Mechanorezeptoren in den Muskelfasern, der damit auf direktem Weg zum Zentralnervensystem (ZNS) gelangt. Somit fördert es die Zusammenarbeit zwischen zentralem und peripherem Nervensystem.

Frequenzen

Die mechanischen Imitationen werden durch Geräte mit einer mechanischen Vibratode erzeugt. Die Amplitude (Höhe und Weite der Schwingung) dieser Vibratode beträgt in der Regel  4 mm. Der Frequenzbereich des Gerätes muss regulierbar und individuell einstellbar sein und liegt meist zwischen 14 Hz und 33 Hz. Je nach Behandlungsziel legt  der Therapeut die entsprechende Frequenz fest.

  • durch BMS-Vibratoden  werden körpereigene Schwingungen erzeugt und auf den Muskelansatz übertragen
  • an angespannter Muskulatur entsteht so für bis zu 3 Minuten und nicht nur für wenige Sekunden auf natürliche Weise der Aktivitätstremor, auch an Muskeln die nicht mit dem Willen aktiviert werden können.

Behandlungstechniken

Die Stimulation erfolgt entweder auf den gedehnten oder angespannten Muskel, Sehnen oder Bänder. Die Dehnung kann passiv, durch den Therapeuten oder aktiv seitens des Patienten erfolgen. Um den Behandlungseffekt der BMS zu verstärken wird die Struktur zusätzlich durch Methoden aus der physiotherapeutischen Therapie stimuliert (z.B. deep friction, Knetungen usw.).

Direkte Behandlungstechniken umfassen sämtliche Stimulationen, die direkt appliziert werden, d.h. die Vibratoden kommen in direkten Körperkontakt.

Indirekte Behandlungstechniken beinhalten die Methoden, bei denen die Vibration über die Hand des Therapeuten auf den Körper des Patienten übertragen wird, bzw. mittels eines puffernden Materials gedämpft wird. z.B. bei der Stimulation des unteren Lumbalbereiches.

weitere Vorteile der BMS

  • Aufwärmung und höchste Muskelanspannung bereits nach wenigen Minuten und nicht  erst nach langer Aufwärmphase und nur für wenige Sekunden möglich
  • eine oft für Stunden erforderliche Willensbereitschaft in Therapie oder Training ist entbehrlich
  • Entlastung von Herz-, Kreislauf- und Nervensystem
  • der muskelaufbauende Tremor wird wesentlich häufiger und in kürzeren Abständen aktiviert; dadurch beeindruckend schnellere Erfolge in Therapie und Training
  • auch mit dem Willen nicht beeinflussbare, inaktive Muskelbereiche können stimuliert werden
  • verbesserte Durchblutung, Anregung des Stoffwechsels
  • Ablagerungen werden aufgelöst und über das Lymphsystem ausgeschieden
  • Energie zur Gewebeproduktion wird mobilisiert (Cholesterinspiegelsenkung)
  • beschleunigte Entwicklung von Gelenkbeweglichkeit, Muskelkraft, Muskelwachstum und Koordination
  • Schmerzen werden rasch und anhaltend gelindert
  • die Zusammenarbeit von zentralem und peripherem Nervensystem wird intensiviert
  • Haut in Problemzonen wird gestrafft und gefestigt